Montag, 19. Februar 2018

"Wie grün ist die Wetterau" - Interview mit Landratskandidat Thomas Zebunke

Andreas Arnold (li.), Thomas Zebunke (C) Dominik Rinkart
Andreas: Hallo, Thomas. Du kandidierst für die Grünen für das Amt des Landrates hier im Wetteraukreis. Derzeit ist man im Netz und in den Zeitungen von lauter Kandidatinnen und Kandidaten umgeben, die Feierlichkeiten des Kleingärtnervereins, Ehrungen der Metzger-Innung und Schiffstaufen der örtlichen DLRG besuchen. Schön, dass du dir die Zeit für ein Interview mit einem Blogger nimmst.
Thomas: Solche Termine mache ich eher selten, und wenn dann rede ich lieber Klartext als hübsche Bilder mit „alles ist gut“ zu posten.

Andreas: Mal ganz ehrlich! Willst du wirklich Landrat im Wetteraukreis werden?
Thomas: Ja, weil das eine Position ist, in der man viel gestalten kann – und weil hier in der Wetterau noch Gestaltungsmöglichkeiten bestehen. Und weil ich nicht will, dass es politisch so weitergeht wie in den letzten zwei Jahren Großer Koalition. In der Kreisverwaltung gibt es sehr gute Leute, aber in die politische Führung muss neue Dynamik reinkommen. Mir ist es wichtig, Themen nach vorne zu bringen, die die anderen KandidatInnen nicht besetzen können. Ich denke da vor allem an Umwelt und Natur, an soziale Gerechtigkeit und an eine andere Wirtschaftspolitik. Es gibt zunehmend Menschen in der Wetterau, die das mehr interessiert als der reine Konsum.

Andreas: Du bist seit über 30 Jahren bei den Grünen und wohnst über die Hälfte der Zeit schon in Friedberg, konnte man in der Wetterauer Zeitung lesen. Die Wetterau ist die Herz- und Kornkammer Hessens, hast Du mal gesagt. Sieht man davon ab, dass die REWE-Versiegelung von 40 ha guten Ackerlands in Berstadt wohl nahen wird, wie grün ist die Wetterau in 20 Jahren noch?
Thomas: Es geht nicht nur um die 40 ha des REWE-Projektes bei Berstadt, sondern um eine ganze Reihe von solchen Projekten, die nichts mit Nachhaltigkeit zu tun haben. Darauf haben die Gegner immer hingewiesen, und ich selbst habe auch immer gesagt, dass ich ein anderes, eher gemeinwohlorientiertes Wirtschaften in der Wetterau fördern will. Die Wetterau ist eine der wenigen Regionen in Europa, die sich selbst ernähren könnte. Durch den extremen Flächenverbrauch der letzten Jahre wird es damit schon vorbei sein - mit der Folge von noch mehr Lebensmittelimporten.
Der Wetteraukreis braucht ein Leitbild und eine eigenständige Entwicklung, die sich nicht den Einzelinteressen von Investoren unterwirft. Ich glaube nicht, dass die Leute hier nur Schlafstadt und Lagerplatz von Frankfurt sein wollen. Und ich glaube, dass wir auch Vorbild für andere Regionen in Ballungsraumnähe sein können. Die Aktionen der Ökolandbaumodellregion zeigt uns ja, dass es geht.

Andreas Arnold (li.), Thomas Zebunke (C) Dominik Rinkart
Andreas: Und ganz privat? Das Äußere ist grün – wie sieht die Innenwelt aus? Wie ökologisch ist dein Leben. Müll trennen wir per leges alle, doch wieviel Müll produziert dein Haushalt?
Thomas: Grün vor allem von innen heraus und das schon seit der Schulzeit. Nach außen pragmatisch und sorry – [lacht] nobody is perfect - durchaus auch mit Schwächen in der persönlichen Performance. Unsere kleine Restmülltonne war noch nie voll und der gelbe Sack genauso. Verpackungen sind mir ein Graus, ich kaufe nur langlebige Produkte und ich muss auch nicht alles haben. Den Anteil an Ökoprodukten in meiner Küche schätze ich auf 60%, Kräuter haben wir im Hausgarten, und seit drei Jahren haben wir einen Saisongarten.

Andreas: Über 600 Kilo Siedlungsabfälle fallen pro Kopf in Deutschland an. Damit sind wir im europäischen Spitzenbereich. Das passt dazu, dass wir auch eine der führenden plastikproduzierenden Nationen der Welt sind. Unverpacktläden sind ein erster Schritt, die unglaublichen Müllmengen, die in Privathaushalten anfallen, zu reduzieren. Angenommen, es würde ein solcher Laden im Kreis eröffnen wollen, wie könnte die Politik unterstützen – speziell der Kreis?
Thomas: Das würde ich sehr begrüßen, am besten ein ganzes Kaufhaus. „JOH 2.0 – unverpackt“ in Friedberg wäre schon ein starkes Signal. An den Standort Elvis-Platz gehören sowieso mehr öffentliche, kulturelle und beispielhafte Angebote. Eine Mehrheit ist für die Förderung eines solchen Projektes derzeit im Kreistag nicht zu gewinnen.
Aber so ein Landrat könnte hier wie auch bei anderen zukunftsweisenden Projekten schon durch die persönliche Unterstützung und die der Verwaltung helfen und Räumlichkeiten für Initiativen anbieten.

Andreas: In Anbetracht der Empfehlungen der Böll-Stiftung im Fleisch-Atlas 2018 stellt sich natürlich die Frage, wie der Haushalt Zebunke lebt.
Thomas: Fleischarm, aber nicht fleischlos, und wenn Fleisch, dann eher von Wiederkäuern, also Rind und Schaf, weil die wenigstens Gras fressen, damit die Landschaft pflegen und nicht mit dem Menschen konkurrieren. Natürlich auch viel Käse, Obst, Gemüse. Da ich beruflich bedingt viel außer Haus esse, habe ich nicht immer die Wahl.

Andreas Arnold (li.), Thomas Zebunke (C) Dominik Rinkart
Andreas: Die Grünen verloren vermutlich Stimmen bei der im Vorfeld der Bundestagswahl 2013 geführten Veggie-Tag-Diskussion. Gleichwohl haben zahlreiche Stadträte, gerade in studentischen Großstädten, fleischfreie Tage in kommunalen Kantinen und Mensen erfolgreich eingeführt. Wenn jede Wetterauerin und jeder Wetterauer nur einen Tag pro Woche auf Fleisch verzichtete, könnte das CO2-Äquivalent von 22.500 Autos pro Jahr eingespart werden. Wie würde ein Landrat an die Sache herangehen?
Thomas: Im Konrad-Adenauer-Haus, also der Parteizentrale der CDU gibt es freitags kein Fleisch, und da macht niemand so einen Hype draus wie aus dem „Veggieday“! Eines meiner Hauptziele ist es, Projekte wie sie in den Großstädten in den letzten Jahren gewachsen sind, in die Wetterau zu holen. Es kommen ja auch viele Menschen, gerade jüngere und Familien aus den Städten, zu uns, und die vermissen sowas.
Auch hier gilt: Die Person des Landrates kann auch Vorbild sein und die Aufmerksamkeit auf dies Themen lenken, und das tue ich auch bei jeder Gelegenheit. So etwas würde mehr Raum in der Öffentlichkeitsarbeit der Kreisverwaltung bekommen.

Andreas: Auto ist ein gutes Stichwort. Die Straßen sind voll damit. Einige Städte der Wetterau bieten immerhin Car-Sharing an. Das öffentliche Nahverkehrsnetz ist in einigen Gegenden gut ausgebaut. Folgendes Szenario: Sagen wir mal, der künftige Landrat heißt Thomas Zebunke, und Wiesbaden ruft zur Besprechung. Welche Fortbewegungsmittel ist das deiner Wahl?
Thomas: Zunächst mal was Überregionales: Was sich die Autoindustrie und die bundesweite Verkehrspolitik in den letzten Jahren geleistet haben, finde ich kaum noch erträglich. Wir brauchen gerade im Ballungsraum und in der Wetterau einen anderen Umgang mit der Automobilität.
Fahrten nach Wiesbaden, Gießen, Fulda, Kassel usw. kommen heute bei mir schon oft vor. Zuerst wähle ich immer die Bahn oder Fahrgemeinschaft. In Sachen Auto fahre ich schon lange keinen Diesel mehr, sondern Hybrid und demnächst vielleicht elektrisch. Das ÖPNV-Netz in der Wetterau muss besser werden, gerade auch im Ostkreis. Dazu mehr Car-Sharing und Ladestationen.

Andreas: Was für einen Dienstwagen hätte ein grüner Landrat?
Thomas: Vielleicht gar keinen, sondern Teilnahme an einem Car-Sharing-Pool zusammen mit den MitarbeiterInnen und Anwohnern der Kreisverwaltung in Friedberg. Ansonsten kleiner und elektrischer.

Andreas: Und was, wenn Berlin zur Besprechung ruft?
Thomas: Ich bin jetzt schon ein- bis zweimal im Monat in Berlin, Brüssel oder ähnlich weit weg und fahre weiter Bahn. Bei noch größeren Distanzen bin ich auch schon geflogen.

Andreas: Die Bahn hat inzwischen auch ein veganes Speisenangebot. Kennst du es?
Thomas: Natürlich, letzte Woche noch den Gerstensalat im ICE nach Berlin gegessen und genossen.

Andreas Arnold (li.), Thomas Zebunke (C) Dominik Rinkart
AndreasBerlin ruft, wenn es dringend ist, sicher auf dem Handy an. Gut 80 Millionen Althandys liegen in den Haushalten im Land, und 24,1 Millionen Smartphones wurden 2017 in Deutschland verkauft. In der Politik wird immer wieder mal diskutiert, ein Pfand auf Mobiltelefone einzuführen, um die riesigen Mengen an Coltan und Seltenen Erden, die unter fragwürdigen Bedingungen speziell im Kongo abgebaut werden, wieder der Kreislaufwirtschaft zuzuführen. Wie stehst du dazu, und wie viele Handys liegen in deinen Schubladen?

Thomas: Wir haben zuhause drei Geräte, ein iPhone, ein Samsung und ein Fairphone. Dienstlich muss ich ein Blackberry nutzen. In den Schubladen liegt sonst nichts. Ist ja auch kein Problem, die Altgeräte in eine ordentliche Sammlung zu geben. Ich habe nicht vor, in näherer Zeit ein neues Gerät zu kaufen und auch keinen Vertrag mit regelmäßiger Nachlieferung.

Andreas: Ich bin natürlich nicht nur an ökologischen Dingen interessiert. Mein zweites Standbein ist die Kultur. Welche Kulturveranstaltungen besucht Thomas Zebunke?
Thomas: Regelmäßig das Theater Altes Hallenbad in Friedberg, gerne auch mal Theater und Konzerte in Frankfurt. Im Sommer bin ich gerne open-air und ich liebe das CopaKabaNoga in Friedberg, weniger die großen Stadionevents. Musikalisch war ich selbst lange Jahre als Saxofonist aktiv und habe nach einigen bewusstseinserweiternden Experimenten im Free Jazz in einer Street Band gespielt. Dafür ist heute kaum noch Zeit, aber ich mache zusammen mit Kollegen von früher, denen es ähnlich geht, immer noch gerne Garagen- und Gartenkonzerte für meine Nachbarn und Freunde. Meistens geht es dabei um Soul und Funk, Elektronisches und Deine Poetry-Slam-Kollegen haben auch schon mitgemacht.

Andreas: Die Kreisstadt und weitere zwölf Kommunen der Wetterau gehören zur Tourismusregion Wetterau. Zum Tourismus gehört nicht nur, schöne Landschaften vorweisen zu können, um attraktiv für Natur-Urlauber zu sein, auch ein potentes Vereinsleben gehört dazu. Immerhin wird ein Großteil des Kulturangebotes nicht kommerziell oder von den Kulturämtern präsentiert, sondern von Ehrenamtlichen.
Gibt es bei Dir Ideen, deren Bedeutung der ehrenamtlichen Kulturarbeit in der Wahrnehmung zu steigern? 
Thomas: Die Menschen in der Wetterau und gerade die, die aus der Großstadt zu uns kommen, brauchen ein hochwertiges kulturelles Angebot. Da fehlt es der Wetterau an Vielfalt. Es ist ein Skandal, dass eine Spielstätte wie der Brettl-Palast in Ortenberg aufgeben musste. Im Westkreis gibt es immerhin große Spielstätten z. B. in Bad Nauheim und Bad Vilbel. Das ist aber nicht für alle Angebote die richtige Umgebung. Eine Neugründung wie das Theater Altes Hallenbad mit dem „Kulturtaucher“-Programm in Friedberg - eine großartige bürgerschaftliche Leistung –, zeigt, wie es auch woanders gehen könnte.
Der Wetteraukreis muss nicht nur seinen eigenen Kulturetat deutlich vergrößern, sondern braucht ein kulturpolitisches Leitbild und eine Kulturförderrichtlinie! Damit können dann die Kommunen in Ihrer Kulturarbeit unterstützt werden, und vor allem müssen die Kulturschaffenden eingebunden werden und eine gemeinsame Informationsplattform bekommen.

Andreas Arnold (li.), Thomas Zebunke (C) Dominik Rinkart
AndreasWas bewegt den Privatmenschen Thomas Zebunke noch?

Thomas: Schon als Student habe ich mich für Ökologie und Bürgerrechte engagiert, soziale Ungerechtigkeit und Rechtsradikalismus machen mich auch schon mal wütend. Ich leide, wenn ich Naturzerstörung oder Tierquälerei erleben muss. Ich genieße es, in schönen Landschaften unterwegs zu sein, manchmal auch in Großstadtschluchten, mache viel Sport und esse gerne gut.
Ich liebe Kommunikation, habe viel Spaß in meiner Community, bei der Musik oder beim Sport, und im Straßenwahlkampf funktioniert das auch ganz gut. 

Andreas: Lieber Tomas, danke für deine Zeit. Am 27. Februar, 19:00 Uhr, wird im Theater Altes Hallenbad eine Podiumsdiskussion mit den Kandidaten der SPD und der CDU und dir stattfinden. Dazu wünsche ich dir, deiner Mitbewerberin und deinen Mitbewerbern viel Erfolg.

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Superfood Monday 😍

Ich denke zwar, dass es heimische getrocknete Himbeeren und Leinsamen mit ihnen aufnehmen können, aber, wer mitreden will... Frischkornbrei mit Goji-Beeren und Chia-Samen 😉

#rohkost #raw #vegan #govegan #veganfood #superfood #chia #goji #fitnessfood #seeds #saat #nüsse #nuts #noplastic #glass #nowaste #greenblogger


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Samstag ist der nächste Slam, den ich moderieren darf 😎

#poetryslam #poetryslamwetterau #reichelsheim #wetterau #bistrocockpit #andreasarnold #samstag #samstagabend


Donnerstag, 8. Februar 2018

Schweinereien

Eine Schweinerei, die Animal Equality da aufdeckt hat. Ein spanischer Mastbetrieb hält Schweine in Qual zusammengepfercht. Im Netz ist zu lesen, dass REWE unabhängige Untersuchungen fordert und „El Pozo“ erst einmal aus dem Programm nimmt, und in den Metzgereien hört man die Gespräche der Erschütterten, die aber ohnehin nur ganz selten Fleisch essen, und wenn, dann nur vom Bio-Bauern um die Ecke, wo man ja sehen könne, wie gut es den Tieren geht.

„So, ihre sechs Pfund Schweinekotelett, der Herr! Noch etwas Salami für’s Kind?“

„Gerne! Eine Scheibe Chorizo, bitte, aber nicht aus diesem Mastbetrieb, aus dem man seit Sonntag diese schrecklichen Bilder im Netz sieht.“

16 Euro wandern für das Sonderangebot auf die Kleingeldablage. Normalerweise kauft man ja immer Bio aus artgerechter Haltung, aber es werden Gäste erwartet, und einfach so 40 Euro für ein simples Abendessen zahlen?
Laut foodwatch lag der Bio-Anteil im Jahr 2016 beim Kauf von Rotfleisch bei 1,8 Prozent. Bei einer Bevölkerungsbefragung von PwC aus dem letzten Jahr gaben jedoch 36 % der Befragten an, sie griffen eher zu Bio als zu konventioneller Produktion.
Das ist derselbe Effekt, der eintritt, wenn man Fußgänger befragt, ob sie eher bei grün oder bei rot über die Ampel gehen.

„Nur bei Grün natürlich, der Kinder wegen!“

Lächeln, bis der erwartete Bus in Sicht kommt. Dann rasch bei dunkelrotgrün drüber! Was sind die Folgen, wenn die Kinder folgen? Auf jeden Fall keine, die vor Augen sind. Die Kinder gehen ja hinter einem bei Rot. Und wenn es kracht? Na, da liegt die Schuld ja wohl bei den Eltern, die ihren Sprösslingen das mit dem Bei-Rot-Warten mal hätten besser erklären sollen.
Wenn die Warnmeldung im Radio kommt: „Schweinetransporter aus Mecklenburg-Vorpommern auf dem Weg nach Rheda-Wiedenbrück verunfallt. 90 Tiere tot. 20 km Stau auf der A 45“, liegt die Schuld am Stau - Verzeihung, am Tod der armen Tiere - ja auch beim Gesetzgeber, der Mastbetriebe und Massentransporte zulässt.
In oben genannter Befragung gaben übrigens fünf Prozent an, sie vertrauten Bio nicht. Das teile ich nicht. Was jedoch zu teilen wäre, ist die Erkenntnis, dass auch Bio-Fleisch in Massen zu den gleichen Schlachthäusern transportiert wird und niedrigste Stufen der ökologischen Haltung gewählt werden, solange wir Masse und Preis zum kaufentscheidenden Kriterium wählen. Das wissen auch REWE und EDEKA, die „El Pozo“ im Sortiment haben. Wer tatsächlich Tierschutz im Sinn hat, muss prüfen, mit wem er zusammenarbeitet, und darf nicht anschließend empört tun, während die Zustände mit der eigenen Preispolitik selbst gefördert wurden. Es sind noch immer fast 60 Kilo Fleisch, die wir jährlich pro Person verzehren. Das ist weder mit der Volksgesundheit, noch mit Tierschutz vereinbar. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, sich auf ein Viertel bis zur Hälfte dieser Menge zugunsten der Gesundheit einzuschränken, die Böll-Stiftung auf die Hälfte zugunsten der Umwelt zu reduzieren. Das ist der einzige Weg, und wir müssen ihn früher oder später ohnehin gehen. Warum nicht gleich damit anfangen?

Tönnies, der eine der weltgrößten Schlachtereien betreibt, verlost übrigens auf seiner Webseite „ein Einlaufkind für das DFB-Länderspiel gegen Spanien am 23. März 2018“. Abgesehen davon, dass Kinder zu verlosen, etwas menschenhändlerisch erscheint, frage ich mich, ob das Kind in Spanien nach dem Einlauf einen Auflauf vom Schwein ohne Auslauf bekommt.
DFB-Koch Holger Stromberg wird schon eine vegetarische Alternative finden.

Mittwoch, 31. Januar 2018

Siebenundsiebzigster Schritt: Kola selbst machen

Nun, da der Coca-Cola-Konzern offensichtlich seiner Corporate-Responsibility-Abteilung auf Anraten eines aluminumdosenproduzierenden Geschäftspartners sämtliche Gelder gekürzt hat, steht die Frage im Raum: Was soll man bitteschön denn trinken, wenn man von der Hundertfünfizgmilliliterdose verführerisch angelächelt wird? Was wird das künftige Mittel der Wahl sein, wenn man seine Inselzellen überfordern will? Mit welchem Getränk führe ich künftig Phosphate  zu, um meine Gefäßalterung und -verkalkung voranzutreiben? Die Antwort ist einfach: Jedes andere Getränk als Kola! 
Das Einfachste ist immer noch der Griff zum Leitungswasser. Geschmack bekommt es mit einem Spritzer Zitrone. Wer Kohlensäure möchte, greift zu einem von diesen Wassersprudlern. Oder probiert es mal mit etwas ganz anderem, das beides vereint: Wasserkefir

Dazu braucht es lediglich Japankristalle (auch: Japanische Meeresalgen) als Starter (das Internet ist voll von Anbietern, auch einige Reformhäuser und Bioläden führen sie), den Rest hat man im Haus. Einen Liter Leitungswasser, fünf Esslöffel Rohrzucker, 30 Gramm Trockenobst sowie zwei Scheiben Zitronen dazu, und nach zwei bis drei Tagen habe ich ein fermentiertes Getränk, das - und hier freut sich der Hesse - ein wenig an Rauscher, also an jungen Apfelwein, erinnert. Dazu kommen ein spitziges Zitronenaroma und je nach hinzugegebenem Trockenobst noch andere Aromen. Ich habe bislang Rosinen, Feigen und Datteln getestet. Feigen sind meine Favoriten. Je länger ich die Japankristalle, die eine symbiotische Lebensgemeinschaft aus Bakterien und Hefezellen sind, arbeiten lasse, desto saurer wird das Getränk und desto mehr Zucker setzen sie in Alkohol um. Das Trockenobst benötigen die Symbionten übrigens zur Stickstoffzufuhr, ohne die die anaerob arbeitende Gemeinschaft nicht überleben könnte. Nach zwei bis drei Tagen sind Zucker und Stickstoff zu Milchsäure umgesetzt, dabei entstehen auch Kohlensäure und, wie geschrieben, Alkohol - ca. ein halbes Prozent sollte es bis dahin sein. Es ist also kein Getränk, das Kinder trinken sollten. Entgegen gängiger Werbebotschaften trifft das allerdings auch auf Kola zu - es sei denn man möchte ein übergewichtiges Kind in Diabetesgefahr und mit geringer Knochendichte.

Das Tolle: Sobald das Getränk abgeseiht ist, braucht man den Wasserkefir lediglich mit klarem Wasser zu spülen, die Zitronenscheiben und die eingeweichten Trockenobststücke entfernen und kann ihn erneut ansetzen. Schon nach wenigen Stunden steigen die ersten Bläschen auf und zeigen, dass ordentlich gefuttert wird. Am besten gibt man den Symbionten einen Namen, damit man sie auch pfleglich behandelt. Ähnlich wie beim Tamagotchi in den 90ern - nur dass man es trinken kann. Carl mit C ist ein guter Name. Kevin geht wohl auch.  Wichtig ist, dass das Behältnis geschlossen ist, aber dennoch Luft entweichen kann. Das soll verhindern, dass fremde Bakterien und Pilze über die Luft eindringen, aber andererseits ermöglichen, dass die entstehende Kohlensäure entweichen kann. Weiter sollten Holzlöffel genutzt werden und auch der Deckel des Behältnisses nicht aus Metall sein, denn Metall kann das Wachstum der Kulturen hemmen oder ganz zum Erliegen bringen. 

Wer das fertige Getränk mit Lebensmittelfarbe schwärzt oder beim Trinken die Augen schließt, kann mit Wasserkefir ein Getränk genießen, das optisch einer Kola in nichts nachsteht, aber nur die Hälfte des Zuckers enthält, dazu von den Mikroben produzierte Vitamine des B-Komplex, C und D. Es schmeckt allerdings in keiner Weise wie Kola, aber das ist Geschmackssache. Vorteilhaft ist, dass man es sich sparen kann, die Kola mit einem Schuss Cognac trinkbar zu machen - nach sechs Tagen hat das stattliche Getränk nämlich möglicherweise schon vier Prozent Alkohol. Zu diesem Zeitpunkt ist es allerdings auch so sauer, dass es sogar ein Schweppes-Gesicht beim Trinken macht -  um zum Abschluss eine andere Marke ins Spiel zu bringen, die von Coca Cola vertrieben wird.


Samstag, 13. Januar 2018

Goldenes Buch für Fionrirs Reise

Goldene Schallplatten gibt es für 200.000 verkaufte Exemplare, das Goldene Fionrirs-Reise-Buch für 1.000 verkaufte Exemplare. Über diese wundervolle Ehrung meines Verlegers Thorsten Zeller habe ich mich sehr gefreut.

Thorsten Zeller, Reimheim-Verlag, Friedberg:
"Fionrirs Reise" - wunderbare Jahresendnachrichten. Ich bin sowas von froh darüber und gratuliere Andreas Arnold, der das durch unermüdliche Lesungen in Schulen und Burgen, auf Märkten und Festen erarbeitet hat. Für Musiker gibt's dafür goldene Schallplatten - dem Autor überreiche ich ein goldenes Buch. 
http://www.reimheim-verlag.de

Natürlich fliegt Fionrir weiter. Viele interessante neue Wegbegleiter seiner zweiten Reise sind schon auf dem Papier und im Kopf. Das Storyboard steht bereits.
Freut euch vor allen Dingen auf einen weiteren Drachen: Fios Cousine Lida ist zu Besuch. Sie ist eine Wumdrachin. Die kann schnell Löcher graben, sage ich euch, aber das lest ihr ja dann selbst.
Bis Sommer ist die Fertigstellung geplant, doch - wer weiß - vielleicht sogar früher, so gut wie es im Moment läuft.
Bis bald.

Freitag, 12. Januar 2018

Wenn der „Keinen Hunger!“ kommt

Coca Cola plant für April die Einführung von 0,15-Liter-Getränkedosen auf dem deutschen Markt. Das ist nur konsequent. Immerhin haben sie die 0,5- und 1,5-Liter-Mehrwegflaschen schon aus dem Sortiment genommen. Ich finde das gut. Immerhin ist die imperialistische Zuckerplörre nicht gesundheitszuträglich. Danke, Amerika! Das geht mir aber nicht weit genug. Ich fordere die Industrie auf, diesem vorbildlichen Vorstoß zu folgen. Immerhin gibt es schon gut etablierte Beispiele. Nehmen wir Danone. Schon vor über 30 Jahren haben sie Fruchtzwerge eingeführt und es geschafft, den Brennwert eines kleinen Steaks, so deren bekannter Werbeslogan, in winzig kleine Joghurtbecher zu pressen. Warum kommt ein US-Konzern erst jetzt auf die Idee? Immerhin haben beide Produkte doch ihren hohen Zuckeranteil gemein, und mit Zucker lacht bekanntlich das Leben. Und der Diabetologe. Aber leider nicht die Krankenkasse. Und gerade deshalb sind kleine Verpackungen so wichtig. Das kann doch der Volksgesundheit nur zuträglich sein. Auch könnte ich mir vorstellen, Zucker in Kleinstverpackungen anzubieten. Was bei Vanillezucker Standard ist, muss doch auch bei nicht aromatisiertem Zucker möglich sein. Gerade wir in der Wetterau, der Zuckerrübenregion Nr. 1 in der Welt, wir, die wir dem weißen Gold unseren Wohlstandes verdanken, müssen hier doch eine Vorreiterrolle einnehmen. Weg mit den schädlichen Pfundpackungen! Her mit den Zehn-Gramm-Tütchen! Mal ganz ehrlich! Wer abends Lust auf Zucker hat – und wer hat das nicht? – isst schon mal ein Päckchen Zucker. Bei den üblichen Packungen sind das über 2.000 Kcal. Habe ich nun eine kleine Packung griffbereit, sind es noch nicht einmal 50. Ich sehe uns in wenigen Jahren als eine Nation schlanker Menschen, frei von Diabetes und Bluthochdruck, auf die die Weltmenschheit mit Stolz blickt, die von der Weltgesundheitsorganisation in jedem Bericht lobend erwähnt wird. Man könnte das auch auf Genussmittel ausweiten, analog der Kaffeekapseln. Das hat ja schließlich auch unseren Konsum erfolgreich reduziert. Seit dem überdosiert niemand mehr sein Pulver, sondern bekommt exakt die mit dem Bundesgesundheitsministerium abgestimmte Einzeldosis. Ich könnte mir Ein-Zigaretten-Schachteln sehr gut vorstellen. Menschen, die bislang zwei Packungen täglich rauchten, könnten das weiterhin tun, vergifteten ihre Lungen aber nur noch mit zwei Zigaretten. Was das für die Volksgesundheit bedeutete, muss ich wohl nicht erwähnen. Mich persönlich sehe ich in einigen Jahren mit einer 0,15-Liter-Bio-Gemüsesaft-Einwegdose in der einen, einem Mini-Tässchen Kapselkaffee in der anderen und einer Schokoladen-Zigarette – bio, vegan und fair aus heimischen Kakaobohnenplantagen stammend – im Mundwinkel auf einem Berg sitzend und verzückt in die Zukunft blickend. »Was?“, rufen sie jetzt. »Heimische Kakaobohnenplantagen? Das gibt es doch gar nicht!« Ich gebe ihnen Recht. »Das gibt es doch gar nicht!« habe ich mir auch gesagt, als ich von diesem Unsinn aus dem Hause Coca Cola las. Der Berg, auf dem ich sitzen würde, bestünde aus Einwegflaschen und Einwegdosen, und die beschriebene Zukunft, in die ich blicken würde, bescherte uns ein Müllproblem unbeschreiblichen Ausmaßes. Spätestens seit Trump wissen wir, dass Amerika kein Land der guten Ideen mehr ist. Ich hoffe, es zieht kein deutscher Konzern nach, den Welpen-Effekt ins Kaufverhalten zu übertragen. »Och, ist der „Kleine Joghurt mit der winzigen Ecke“ süß. Den muss ich gleich kaufen, wenn der „Keinen Hunger!“ kommt!«

Donnerstag, 11. Januar 2018

Knapp vorneben ist auch dabei

Müll einsparen zu wollen, ist so eine Sache. In manchen Bereichen ist es so alltäglich, welchen zu produzieren, dass man dem nur mit unmenschlicher Schnelligkeit entgehen kann. Wenn ich zum Beispiel im türkischen Imbiss bestelle und denke ich tue etwas Gutes, indem ich mich reinsetze und mir den Döner auf einem Teller servieren lasse, dann bekomme ich ihn dennoch in der Papiertüte. Warum? Ich werde „Bisschen scharf?“ gefragt. Weshalb werde ich nicht auch „Bisschen unverpackt?“ gefragt? Im Übrigen spricht mein Imbissbudenbesitzer akzentfrei Deutsch. Besser als mancher seiner Kunden, die wiederum grundsätzlich mit „Bisschen Scharf!“ bestellen, statt mit „Würden Sie dem Döner bitte etwas Schärfe geben!“ Ich spreche Mehmet darauf an. „Ach, sie wissen`s halt nicht besser!“, antwortet er. „Wir sind halt auf dem Land!“
„Und das Papier um den Döner?“ „Ach!“, sagt er. Eine Schweigesekunde folgt. „Bisschen scharf?“, fragt er dann, würzt mein Falafelsandwich und fährt fort, den Dönerbräter zu reinigen, als hätte ich die Frage nie gestellt.
Dasselbe Phänomen habe ich in der Bäckerei erlebt. Ich gehe mit meinem Thermobecher rein und bestelle einen Kaffee zum Mitnehmen. Die Verkäuferin nickt, macht einen Pappbecher voll, schüttet den Inhalt in meinen mitgebrachten und wirft den Einwegbecher in den Müll. Als sie mir den Thermobecher zurück gibt, schließt sich meine Hand, während sich mein Mund simultan öffnet. Ich schaue sie mit großen Augen an. Meine Kiefer öffnen und schließen sich, aber mein Gehirn schafft es nicht, die passenden Worte zu formen.
„Geht es Ihnen gut?“, fragt sie. Ich ziehe den Becher an meine Brust, und die leichte Wärme, die von ihm ausgeht, beruhigt mich etwas. „Bisschen Süß?“ fragt sie. Mehmet kommt rein, sagt „Siehste!“ und klopft mir aufmunternd auf die Schulter.
Ich setze mich resigniert hin, Mehmet neben mich und wir trinken zusammen Kaffee - ich aus meinem Thermobecher, er aus einem Einwegbecher. Ich schaue auf den vermeidbaren Müll, dann schaue ich auf ihn. „Warum setzt du dich mit einem Pappbecher rein, statt einen der Porzellanbecher zu nehmen, die sie hier auch haben?“, will ich wissen. „Erstens trinke ich nur die Hälfte hier!“, sagt er. „Die zweite Hälfte trinke ich auf dem Weg zurück zum Dönerladen, denn solange ist meine Pause nicht, und zweitens ist das ohnehin Quatsch!“, sagt er. „Quatsch?“, frage ich. „Na ja“, sagt er. „Denk mal daran, dass jeder einzelne Becher gespült werden muss. Dafür wird Energie aufgewandt. Wenn der Becher im Müll landet, kommt er in die Verbrennungsanlage. Aus ihm entsteht Energie. Was ist also ökologischer?“
Erneut passiert mir diese Sache mit dem Unterkiefer. Ich möchte antworten. Irgendwo ist ein logischer Fehler, doch ich bin zu überrascht, um ihn zu finden. Mehmet nimmt seinen halb vollen Becher und verabschiedet sich in Richtung seines Dönerladens. Ich denke noch kurz nach und erinnere mich an eine niederländische Studie. Sie kam zum Ergebnis, dass der Pappbecher dem Keramikbecher tatsächlich ökologisch überlegen sein kann. Jedenfalls dann, wenn man die Produktionskosten beider mit in die Bewertung miteinbezieht. Der Keramikbecher, so die Studie, ist nur dann für die Umwelt von Vorteil, wenn er ein paar Jahre genutzt wird und nur nach jedem fünften Gebrauch in die Spülmaschine kommt. Zum Glück besitze ich meinen Thermobecher schon die erforderliche Zeit. Und die Sache mit dem Umschütten vom Pappbecher hier bekomme ich auch noch hin. „Bisschen Müll!“, lege ich mir schon mal als Antwort zurecht.

Sonntag, 31. Dezember 2017

Rock'n Roll

Rock'n Roll - ja, das war dieses Jahr rückblickend!

49 Lesungen hatte ich mit Fionrirs Reise, und Anfang Dezember ließ mein Verlag die dritte Auflage drucken. Ende 2018 kommt der zweite Band in den Handel. Ich schreibe schon an Kapitel zehn.

Neben Fio durfte ich mich an drei weiteren Büchern mit Texten beteiligen: Poetry Slam Wetterau - das zweite Buch, Unterwegs in der Wetterau und Fantastische Landschaften: Die Wetterau.

40 Poetry-Slams im Kreis veranstaltet - darunter sowohl mein erster kleiner Solo-Auftritt als auch der erste abendfüllende Auftritt unseres Slam-Poetry-Rat-Packs, bestehend aus Domi, Thorsten und mir.
2018 gehen wir noch eine Stufe weiter, und die lokale Szene wird zur Poetry-Slam-Kreisliga.
Bis zum 15. Februar könnt ihr unser Projekt unterstützen:
https://www.startnext.com/poetry-slam-wetterau-die-liga

Dazu kamen noch zahlreiche Plastic-Diary-Vorträge, die ich halten durfte, Moderationen von Musik- und Vortragsabenden, Lesungen aus Werken anderer und natürlich eigene Auftritte bei Poetry Slams. Bis nach München trieb es mich.

Was kommt noch 2018? Mit dem HELDEN Theater wieder auf der Bühne stehen. Wenn das Stück passt. Die Stückekommission tagt Mitte Januar. Ich habe ein paar schöne Ideen.

Kommt gut rein ins neue Jahr!

Sonntag, 17. Dezember 2017

Sechsundsiebzigster Schritt: Digitalisierung

Die letzten Wochen habe ich damit verbracht, meine CDs zu digitalisieren. Meine gesamte Musiksammlung ist jetzt im MP3-Format nicht nur auf der Festplatte, sondern auch auf meiner Speicherkarte im Smartphone. Die bereits digitalisierten habe ich über Rebuy verkauft. Via Ebay hätte ich zwar gewiss mehr für sie bekommen, doch ich wollte mir den Stress nicht bereiten, sie einzeln oder als Konvolut zu verkaufen und mich mit dem Verkaufsprozess und den Käufern runzuzackern. 

Wie das Ganze?
Mittels der Verkaufs-App auf dem Smartphone geht das ganz einfach: Barcode einscannen, in den Warenkorb mit dem Datensatz und dann nur noch bestätigen und das Paketlabel ausdrucken (Das ist keine Werbung für Rebuy. Mit Momox geht das genauso.). Im Schnitt gab es einen Euro pro CD. Beim ersten Paket war es noch eine Hürde, eine CD wegzugeben, die ich vor 20 Jahren für 20 Mark gekauft habe, wenn mir die App 15 Cent anbietet. Beim zweiten Paket war es schon etwas einfacher, weil im Hirn angekommen war, dass die Daten ja noch bei mir sind. Beim dritten war es völlig entspannt. Der Gedanke hatte sich verfestigt, dass ich mit meinem Geld die Leistung der Künstler bezahle, während die CD und die Hülle nur ein Transportmittel sind. Mein neues Transportmittel ist das Smartphone, in dem ich nun drei IKEA-Regale mit Musik mit mir herumtrage. Unglaublich! Die restlichen CDs habe ich unserem Kostenlos-Laden gebracht, wo sich meine übrigen CDs holen mag, wer Lust hat. Solche, die ich absolut feiere, habe ich jedoch behalten, wie meine Led-Zeppelin- und meine Elvis-Box. Noch habe ich ja einen CD-Spieler.

                                Bild 1: Jede Menge CDs
                                Bild 2: Endlich leer
                                Bild 3: Jede Menge neue Arbeit
Warum das Ganze? 
Zum einen, weil ich die CDs nur sehr selten genutzt habe. Meistens höre ich ohnehin Musik über das Handy oder das Netbook, die ich per Bluetooth oder Kabel mit meiner Stereoanlage verbunden habe. Bislang war jedoch nur wenig eigene Musik darauf. Meist hörte ich Radio oder hatte Musik gestreamt. Jetzt kann ich meine eigene Musik hören, was dann auch weder Bandbreite, noch so viel Strom verbraucht wie das Streamen.
Zum anderen kann ich den Platz in meiner Wohnung nun sinnvoller einsetzen, als für die Aufbewahrung von CDs, die ich nicht mehr höre. Zum Beispiel, indem ich meine DVDs aus dem Schrank hole und dort reinstelle. Sie möchte ich als nächstes abschaffen und veräußern. Noch ist die Hürde sehr viel größer als anfangs bei den CDs. Sie ist regelrecht riesig, was einigermaßen überraschend ist, denn ich habe weder einen Fernseher, noch einen DVD- oder BlueRay-Player. Offenbar braucht mein Gehirn hier länger. Immerhin ist der DVD-Schrank bereits leer. Das ist ein Anfang.