Mittwoch, 12. März 2008

Auf der Stelle treten

Woran liegt es, dass man im Leben nie nach vorne kommt,
Dass immer, wenn man das Licht im Dunkel wähnt
Und das Sorgenende hoffnungsvoll ersehnt,
dass immer dann das Nächste kommt, so unverhofft und prompt?

Deine Schuldenberge hast Du fast schon abgebaut
Und freust Dich, auch Du kannst nun endlich einmal prassen,
schon hat der Fiskus Dir den bitteren Trank gebraut,
der alles Dir verleidet. Ja, so lernt man hassen.

Du bist voll Glück und wähnst Dein Schiff im sichren Hafen,
dass Du wen gefunden hast, der das Leben mit Dir teilt,
sei gewiss, es ist der einzge Wolf von all den Schafen
und dass die süße Liebe nicht mehr lange bei Dir weilt.

Und selbst Deine Gesundheit treibt’s bisweilen,
Dieses böse, ungerechte Spiel mit Dir.
Am Besten ließest Du’s zum Doc zu eilen
Und eilst dem Ende zu – mit dem Rapier.

Kommentare:

  1. Gefällt mir total gut! Besonders "So lernt man hassen". True, true!

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  2. Ein Lichtträger, der das Licht im Dunkel nur wähnt?!? - Naja, auch diese Momente muss es geben, in denen man sein Licht unter´m eigenen Scheffel nicht findet. ;-)

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  3. Hallo, meine drei Kommentatoren ;-)
    Das war eher eine allgemeine Beschreibung und das LI zumindest im Moment nicht mit mir identisch, obgleich ich in einigen Bereichen auch selbst an mir immer wieder feststellen konnte, dass man nie wirlich weiter kommt und das Schicksal stets dazwischen funkt. Vielleicht liegt's aber auch daran, dass man seine Ziele immer höher steckt je näher man ihnen kommt. Ich beleuchte das mal ;-)

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  4. Um die Anfangsfrage (Woran liegt es...?) zu beantworten: Nur an einem selbst!!!!

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  5. ... und lassen uns vielleicht wieder daran teilhaben? :)

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  6. @NW
    Nein, am bösen Finanzamt, dem bösen Glück im Spiel und dem bösen Fastfood ;-)

    @meise
    Ohne Unterlass und immerzu, liebe Frau Meise.

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