Freitag, 24. Dezember 2010

Auszug

Einsam blick ich auf verlassne Straßen,
die Gardinen sind schon lang verstaut,
denke dran, als wir gemeinsam saßen,
du nur mich und nie hinaus geschaut.

Es stapeln sich Erinnerungen,
verpackt mit dem, was Liebe war.
Die Zimmer, die einst heiter klungen,
sie schweigen nun, sind unnahbar.

Den letzten Koffer in der Hand,
schließe ich die Haustür zu,
lauf, dem Vergangnen abgewandt,
eilend fort, genau wie du.

Kommentare:

  1. Jetzt hätte ich doch fast verpasst, dass Sie wieder da sind .. freut mich sehr!
    Fröhliche Weihnachten wünsche ich!

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  2. Ich wünsche Ihnen ein schönes Fest, einen guten Übergang ins Neue Jahr und dass es für Sie neu und gut wird.

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  3. Liebe Frau Vau, schön, Sie wieder hier zu lesen. Das freut mich sehr. Auch Ihnen ein besinnliches Weihnachtsfest.

    Liebe Frau Meise, herzlichen Dank. Wie bei allem im Leben: Wenn man erst mal unten angekommen ist, bleibt kein Platz mehr für Pessimismus. Auch Ihnen schöne Weihnachten. Ich hoffe, man liest sich nochmal, bevor das neue Jahr anbricht. Wenn nicht, sei auch Ihnen ein gesunder Start ins neue Jahr gewünscht.

    Herzlichst,
    Ihr Lichttäger

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  4. Ach, lieber Lichtträger... unsere Abschiede und Brüche sind meistens hart wie es härter kaum sein könnte. Und doch...

    Oft sind sie nur das traurige Ende einer Täuschung. Und oft kehrt sie wieder und wieder im Leben, diese Art der Täuschung - und Enttäuschung.

    Und was könnte man nicht noch alles darüber schreiben, sagen, denken... Wenn der heißeste Schmerz darüber erst einmal vorüber ist.

    Es gibt ein schönes Buch, das ich warm empfehle, wohlwissend, dass Sprache und Denkweise der Autorin nicht jedermanns Sache sind. Dennoch - es ist weise, wie ich meine. => Safi Nidiaye: "Die Schönheit der Liebe"

    Gute Tage - wünscht dir mkh.

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  5. Guten Morgen, lieber mkh,

    ja, sich täuschen, getäuscht werden, enttäuschen und enttäuscht werden, das liegt alles so nah beieinander. Und wiederholt sich so oft. Sind wir also tatsächlich nur langbeinige Zikaden? Doch eins stelle ich fest: Zwar schmerzt am Boden anzukommen immer gleich, doch habe ich den Eindruck, dass man sich im Lauf der Jahre, schneller wieder zum Sprung bereit macht. Solange man nicht den Mut verliert, jedesmal aufs Neue so hoch zu springen wie beim ersten Mal, wird alles gut.

    Ich wünsche eine ruhige Zeit zwischen den Jahren.

    Herzlichst,
    der Lichtträger

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  6. Oder schürfen wir von Mal zu Mal tiefer, je eindrücklicher wir uns unsere Kuhle in den Boden geplumst haben?!

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  7. Ich denke und fühle das nicht so. Und selbst wenn es eine Kuhle wäre, so muss man anerkennen, dass sie zumindest Körperform hätte und damit vermutlich recht gemütlich wäre, wenn auch unsere Metaphern in Kombination etwas bizarr sind Die Form der Mulde wäre die einer riesigen Zikade.

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  8. Oja, jetzt metaphern wir vielleicht etwas zu bizarr aneinander vorbei... ;-)

    Mit "tiefer schürfen" meinte ich jedenfalls, dass wir durch Brüche, Scheitern, Neuorientierungen weiter und tiefer kommen können, dass wir daran im Leben wachsen.

    So weit mal, mkh.

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  9. Das wiederum würde ich sehr wohl denken und fühlen. Die Zikade hüpft wieder, ganz im mephistischen Sinne ;-)

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  10. Auch wenn's wieder traurig ist: Ich mag's. Sehr.

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